Der Verlust der Baudenkmale wäre für die Gesellschaft unvorstellbar. Wir würden den Symbolwert von Gebäuden verlieren, die neben ihrem Gebrauchsnutzen auch ein architektonisches Geschichtsbuch darstellen. Wir würden die Werte überlieferter Zeugnisse einbüßen und mit den Gebäuden würden auch die Menschen, die darin gewohnt, gearbeitet und gelebt haben, viel schneller aus dem Gedächtnis verschwinden.
Wie sich durch Abriss und Veränderungen das Erscheinungsbild der Quartiere und ganze Straßenzüge ändern, können wir zurzeit aufgrund des Drucks auf den Wohnungsmarkt sehr gut erkennen. Dabei schlägt sich der Verlust von historischer Bausubstanz und der Baukultur nicht nur in akademischen Zahlen und Geschichtsforschungen nieder, sondern ist ein gesamtgesellschaftliches Problem. Die Davos-Erklärung zur Baukultur spricht davon: mit dem Verlust der historischen Baukultur und in oft gesichtslosen Massenagglomerationen geht der Verlust der Identifikation, der Verbundenheit mit dem Ort einher. Damit haben die Menschen keinen Bezug mehr zu ihrer Umgebung und die Verantwortlichkeit für das eigene Handeln und für die Intaktheit des eigenen Umfeldes sinkt stetig.
Durch eine große Anzahl an Initiativen und Organisationen wurde Anfang 2024 das Denkmalnetz gegründet. Frau Dr. Diana Wiedemann hat die Veranstaltung mit einem Grußwort eröffnet und war als Vertreterin für Bauwerk Schwarzwald und die Stiftung BauKulturerbe mit dabei.
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Quelle Titelbild: Florian Kübler


